Name              Kleine Klobichseerunde

Länge              2,5 km

Start/Ende      Drei Eichen
Königstr. 62, 15377 Buckow

Zielgruppe       Familien mit Kindern

Weg                 Radfernweg R1, zumeist
Waldwege und Pfade, hügelig

Abstecher       

Rundweg um den Großen Klobichsee; Münchehofe Dorf und Badestelle

Charakter        Wald, Wasser, Wiese

Track/Route    Track

Die kleine Klobichseerunde beginnt in Drei Eichen. Der Weg führt durch Laub-Mischwald zunächst zum Steilufer des Klobichsees, über einen Fischpass zur Orchideenwiese mit der Flugsanddüne, an der Alten Mühle vorbei und zurück nach Drei Eichen.

Zunächst verläuft der Weg die ersten ca. 200 m auf dem Radfernweg R1 in Richtung Buckow. Bei der ersten Gelegenheit geht es nach links den Waldweg hinein; hier weist auch schon ein Schild 1 km zum Klobichsee. Bevor es bergab geht stehen rechts Douglasien – Nadelbäume mit nach Zitronenöl duftenden Nadeln. Die Talsenke, in die der Weg nun führt, war zum Ende der letzten Eiszeit das Flussbett des Urstobber-Flusses.
Wenn der nächste Hügel erreicht ist, kann links, zwischen den Bäumen, das Mühlenfließ mit einer seeartigen Verbreiterung und angrenzenden Sumpfgebieten entdeckt werden. Hier brüten im Sommer oft Schwäne, Gänse und andere Wasservögel.
Folgt man der GPS-Kompassnadel weiter, wird das Steilufer des Klobichsees mit der auf der rechten Seite befindlichen Schutzhütte erreicht. Manchmal kreisen Greifvögel über dem See, die man von hier aus gut beobachten kann. Eine Schautafel informiert hier über das Naturschutzgebiet Klobichsee und seine Flachmoore, Verlandungsgebiete, Feucht- und Trockenrasengesellschaften. Die kleinen Dinge der Natur, bemooste Bäume, Ameisenhaufen, Vogelgezwitscher, u.a. sind es, die dem aufmerksamen Wanderer begegnen. Mit etwas Glück hört und sieht man vielleicht Kraniche, Fischotter oder den Eisvogel. Auch von der Europäschen Sumpfschildkröte in diesem Gebiet wird berichtet. Doch wurde sie in den letzten Jahren nicht mehr gesichtet.
Die Entstehung des Großen Klobichsees und der meisten anderen Gewässer in der Märkischen Schweiz geht auf die Eiszeit zurück, die hier vor etwa 10 000 Jahren zu Ende ging.
Der Weg führt weiter nach links, bergab. Hier auf dem Landrücken zwischen Klobichsee (rechts) und Mühlenfließ (links) siedelten sich im Mittelalter (Mitte des 13. Jahrhunderts) Zisterziensermönche an und machten das sumpfige Land urbar.
Der Weg führt zunächst weiter über die Fischtreppe und verläuft dann nach links weiter zwischen dem Erlenbruch auf der einen und trockenen, steilen Magerrasen auf der andern Seite bis zur sogenannten Orchideenwiese. Dem Weg folgend erreicht man eine weitere Besonderheit des Naturparks Märkischen Schweiz: die Münchehofer Flugsanddüne. Diese Düne ist zum Ende der Eiszeit auf natürliche Weise entstanden, als es noch keine Vegetation gab und der Wind große Mengen von Sand bewegte. Die heute auf und um die Düne wachsenden Bäume halten diesen fest.
Die Flugsanddüne bot nach der Eiszeit den ersten menschlichen Besiedlern einen trockenen Wohnplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum lebensspendenden Flusslauf. Spuren dieser altsteinzeitlichen Besiedlung (9000 Jahre v. Chr.), wie z.B. Werkzeuge aus Flint bzw. Feuerstein, sind hier entdeckt worden. Eine Schautafel berichtet Genaueres über diese Funde. Im spärlich von Flechten und Gräsern bewachsenen Sandboden kann man kleine Trichter finden: dies sind „Fanggruben“ der hier lebenden seltenen Ameisenlöwen.
Der Weg geht nach links wieder zurück auf den Radfernweg R1. Am Mühlenteich lassen sich immer wieder vom Biber angenagte oder sogar gefällte Bäume entdecken. Vorbei an der Alten Mühle, dem Sitz der Revierförsterei sowie einer Waldschule und dem „längsten Fahrradständer in der Märkischen Schweiz“ geht es wieder zurück nach Drei Eichen.

Die Wanderung verläuft durch eine sehr abwechslungsreiche Vegetation. Der Wanderer sieht viele verschiedene Pflanzenarten und lernt interessante Sehenswürdigkeiten kennen.

GPX Download: kleine_Klobichseerunde

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