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Wildpflanzen-Flechtlabor

November 20 @ 14:00 - November 22 @ 15:00

Experimentierwerkstatt für Flechten, Fasern und Formen

20.–22. November 2026, Freitag 14 Uhr bis Sonntag 15 Uhr
2,5 Tage mit Gauthier Saillard – ZusammenSammeln

Was können wir aus den Pflanzen unserer Umgebung machen, wenn wir sie wirklich in die Hände nehmen?

Das Wildpflanzen-Flechtlabor ist ein offener Forschungs- und Experimentierraum rund um Flechten und Spinnen mit Wildpflanzen und Pflanzenfasern.

Im Mittelpunkt stehen eure eigene Neugier und eure Fragen: Vielleicht möchtest du eine bestimmte Pflanze erforschen, eine neue Flechttechnik ausprobieren, Fasern zu Schnur oder Garn verarbeiten, eine Form entwickeln oder einfach herausfinden, was ein unbekanntes Material kann.

Wir arbeiten allein, miteinander und immer wieder im Austausch. Wissen, Erfahrungen, Techniken und Entdeckungen werden untereinander geteilt: Wer etwas kennt oder herausfindet, kann es weitergeben und von den Erfahrungen der anderen lernen. Dabei können Körbe, Gefäße, Flechtproben, Schnüre, Garne, Gewebe, freie Formen oder ganz unerwartete Dinge entstehen.

Gauthier begleitet diesen gemeinsamen Forschungsraum mit seiner Erfahrung in Wildpflanzen und Naturhandwerk, gibt Impulse und unterstützt dort, wo es hilfreich ist. Die Richtung der Experimente entsteht aus den Teilnehmenden selbst.

Was wir erforschen können

Pflanzen biegen, spalten, drehen, schälen, flechten und verbinden · Fasern gewinnen und aufbereiten · Schnüre und Garne herstellen · spinnen und weben · neue Flechttechniken ausprobieren · Formen entwickeln · Materialien und Techniken miteinander kombinieren.

Manchmal beginnt ein Experiment mit einer Pflanze, manchmal mit einer Technik, manchmal mit einer Form.

Ablauf

Tag 1 – Pflanzen und Materialien

Wir lernen mitgebrachte Pflanzen, Materialien und Ideen kennen, vergleichen ihre Eigenschaften und bereiten die Materialien für die weitere Arbeit vor.

Bei einem ethnobotanischen Wildpflanzen-Rundgang stellt Gauthier verschiedene Pflanzen und ihre Verwendung als Flecht- und Fasermaterialien vor.

Tag 2 – Experimentieren und austauschen

Flechten, spalten, drehen, verbinden, spinnen, weben, Formen entwickeln und Materialien kombinieren. Alle verfolgen ihre eigenen Fragen – allein oder gemeinsam – und teilen zwischendurch Entdeckungen, Schwierigkeiten und neue Ideen.

Tag 3 – Vertiefen und weiterdenken

Interessante Ansätze werden weitergeführt und die entstandenen Objekte, Proben und Erfahrungen gemeinsam betrachtet.

Was du mitbringst

Bringe Pflanzenmaterialien aus deiner Umgebung mit, die dich neugierig machen: Gräser, Stängel, Ranken, Zweige, Rinde, Bast, Fasern, Wurzeln oder andere Pflanzenmaterialien.

Sammle davon großzügig mehr, als du selbst zu brauchen glaubst. Beim Experimentieren geht Material verloren – und vielleicht möchten auch andere deine Pflanze ausprobieren, genauso wie du neugierig auf ihre Materialien sein wirst.

Geeignete Materialien bitte vorher trocknen. Vor Ort können wir sie wieder einweichen, vorbereiten und miteinander vergleichen.

Bringe außerdem gerne Bücher und – falls vorhanden – eigene Flechtarbeiten, Schnüre, Garne, Gewebe oder andere Arbeiten aus Wildpflanzen mit. Sie bereichern unseren gemeinsamen Ideen- und Materialpool und können andere zu neuen Experimenten anregen.

Zum Einweichen deiner Materialien brauchst du außerdem ein altes Badetuch oder Spannbettlaken, in das du die feuchten Pflanzen einwickeln kannst.

Bringe auch die Werkzeuge mit, die du für deine eigenen Vorhaben gebrauchen könntest. Je nachdem, womit du experimentieren möchtest, können das zum Beispiel sein:

Schürze · Nagelschere · Gartenschere · Sprühflasche · Nadel mit großem Öhr · Ahle/Pfriem · Handspindel · Messer · oder anderes Werkzeug, das du für deine Experimente brauchst

Teilnahmebeitrag, Übernachtung und Verpflegung

Das Projekt ist zu etwa 80 % gefördert. Für die Teilnahme ist daher ein freiwilliger Beitrag zur Unterstützung des Vereinsprojekts willkommen.

Richtwert: 100–200 € für das Wochenende.

Wenn du diesen Beitrag nicht oder nur teilweise leisten kannst, ist das kein Hindernis für die Teilnahme.

Die Übernachtung im Umweltzentrum Drei Eichen wird separat berechnet. Bei zwei Übernachtungen mit Selbstversorgung kostet sie 34 € pro Person und Nacht, also 68 € für das Wochenende. Bettwäsche kann bei Bedarf für 10 € ausgeliehen werden.

Verpflegung: Selbstversorgung.
Wir organisieren unser Essen selbst; die Verpflegung ist nicht im Teilnahmebeitrag oder Übernachtungspreis enthalten.

Gauthier Saillard – ZusammenSammeln

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Wildpflanzen, Ethnobotanik und Naturhandwerk. Mich interessiert besonders die Frage, wie wir mit der wilden Welt um uns herum leben können und welches Wissen und welche Verbindung entstehen, wenn wir Pflanzen unmittelbar mit unseren Händen kennenlernen.

Mit ZusammenSammeln vermittle ich Wissen über essbare und giftige Wildpflanzen, ihre traditionellen und neuen Nutzungen sowie Naturhandwerk – vom Flechten mit Wildpflanzen bis zum Arbeiten mit wildem Ton.

Das Umweltbildungszentrum Drei Eichen

liegt mitten im Naturpark Märkische Schweiz, ca. 50km östlich von Berlin. Es liegt am Europa-Fernradweg R1, Gäste können auch mit dem Auto bis nach Drei Eichen fahren oder von Buckow (öffentlicher Bus bis Bahnhof Müncheberg; Zugstrecke RB26 Richtung Kostrzyn (Polen)) ca. 4km oder von Obersdorf (Bahnhof; ebenfalls Zugstrecke RB26; hier hält nicht jeder Zug!) ca. 5,5km wandern.

Die Adresse ist Königstraße 62, 15377 Buckow (Märkische Schweiz) [Achtung, es gibt mehrere Buckows in Brandenburg].
Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Buckow (Sa bis ca. 14 Uhr; Gastronomie länger geöffnet) oder Müncheberg (Sa bis max. 21 Uhr).

Drei Eichen ist eine einfache Herberge, die vorrangig Schulklassen und Kitagruppen beherbergt. Maximal 74 Betten in 19 Zimmern plus Tipidorf plus Zeltwiese für selbst mitgebrachte Zelte stehen zur Verfügung. Menschen aller Altersstufen sind herzlich willkommen, wenn sie sich vom einfachen Standard (Doppelstockbetten, Sanitäranlagen auf dem Gang) und oft lautem Kinderlärm nicht abschrecken lassen. Der Wald schluckt alle Geräusche und nachts ist es für viele ungewöhnlich still – außer wenn die Käutzchen, Rehböcke oder Rothirsche ihre Reviere markieren. Goldene Morgenstunden am Weiher mit Eisvogel oder Herbstnebel, gesundheitsfördernde Erfrischungen im Kneippgarten, fröhliche Kontaktaufnahme zu den Hühnern und entspannende Wanderungen im sehr abwechslungsreichen Wald warten auf euch!

Das Zentrum gehört zum Städtchen Buckow und wird „auf eigene Faust und Rechnung“ ohne jegliche Grundfinanzierung vom Verein Naturschutzpark Märkische Schweiz e.V. betrieben. Es lebt einzig von den Einnahmen aus der Gästebeherbergung und aus Förder-Projekten, die sich der Umweltbildung und dem Naturschutz widmen und dabei verschiedene Zielgruppen ansprechen und unterschiedliche thematische Schwerpunkte setzen. Alle Mitarbeiter und Mitglieder danken herzlich für jeden Euro aus Eurer Übernachtung und/oder einem Teilnehmerbeitrag, der die Arbeit für das fröhliche Miteinander von Mensch und Natur, das sich Wiederverbinden mit der Wilden Welt, Austausch und Neugier, auch über Grenzen hinweg, unterstützt.

Herzlich Willkommen!

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